Fasten für Gesunde

Was ist Fasten? Wer darf nicht am Fasten teilnehmen?

Fasten ist eine strenge Form der Nahrungsbeschränkung zur Gewichtsreduktion oder/und zur Behandlung von ernährungsbedingten Stoffwechselerkrankungen oder Allergien. Fasten ist eine natürliche Methode der Präventivmedizin. Es kann aber auch helfen, Symptome wie Rheuma, Gicht, Diabetes, Haut- und Darmerkrankungen zu lindern oder sogar ganz zu heilen. Wer fastet, überlässt seinem „inneren Arzt“ die Führung. Und der kennt häufig bessere und nachhaltigere Heilungswege als eine einseitige Schulmedizin, die für ernährungsbedingte Krankheiten oft nur Tabletten gegen Sodbrennen und kurzlebige Diäten anzubieten hat. Der Fastende beschreitet einen umfassenden ganzheitlichen Erfahrungsweg, der ihn durch Krisen und Entbehrung zur körperlichen und seelischen Reinigung und in machen Fällen sogar zu einer neuen Lebensstufe führt.

„Programmwechsel“

Die Umstellung von der „Ernährung von außen“ auf die „innere Ernährung“ funktioniert ähnlich wie das umschalten von einem Fernsehsender zum anderen. Beide Programme sind durch die Evolution in uns angelegt und gut vorbereitet. Auch wer noch nie gefastet hat, kann leicht darauf zurückgreifen. Je klarer dieser Umschaltvorgang im Bewusstsein des Fastenden verankert ist, desto leichter wird er sich ergeben.
Den Fastenden auf diesem Weg der Selbsterkennens und Selbstverwirklichung zu unterstützen ist die schönste und umfassendste Aufgabe des Fastens. Und natürlich Vertrauen zu schaffen. Vertrauen wächst aus Sicherheit, dem Gefühl des Aufgehobenseins und aus Ehrlichkeit. So kann es durchaus Selbstvertrauen bringen, sich einzugestehen, dass letztlich die ganze Verantwortung, für sich und sein Leben, also auch für sein Fasten, selbst zu tragen ist.
Fasten als Therapie unserer Zeit.
Dadurch entsteht Zutrauen zu den eigenen Möglichkeiten. Jeder ist auf diesem Weg auf die eigene Person angewiesen und wird starke und jetzt zu Anfang vielleicht noch ganz unvorstellbare Hilfe in sich selbst finden.

Fasten nach „Buchinger Art“

Freiwilliger Verzicht auf Nahrung und Genussmittel für eine begrenzte Zeit (1 bis 2 Wochen); reichlich Flüssigkeitszufuhr; regelmäßige Darmentleerung, ausreichende Bewegung in freier Natur und im Wechsel mit ruhe, sorgfältiger Neuaufbau der Ernährung.

Ziele eines Fasten

Neue Erfahrungen der körperlichen und seelisch-geistigen Wahrnehmung und der Möglichkeit, diese zu vertiefen;

Fähigkeit zu entdecken, auch ohne Nahrung gut zu leben.
Positives Verzichterlebnis in einer Konsumgesellschaft;
Fasten als starker Impuls zur Veränderung der Ernährung und des Essverhaltens;
Erlernen von Selbsthilfemöglichkeiten für den Alltag (z.B. Kurzfasten bei leichten Infekten).

Fastenarten
Man unterscheidet drei grundlegende Fastenarten:
Die Nulldiät: Fasten mit Verzicht auf jegliche Nahrung bei Flüssigkeitskonsum.
Modifiziertes Fasten: durch Aufnahme einer Mindestmenge an Nährstoffen zu Erhaltung des körperlichen Eiweißminimums sowie Flüssigkeitskonsum.
Heilfasten: durch Trinken von Wasser, Molke, Tee und Gemüsebrühe.

Base -Fasten

Base -Fasten ist geeignet einer Übersäuerung entgegenzuwirken.
Wo entstehen die Säuren? Diese entstehen bei Verdauungs- und Abbauprozessen die in Ihrem Körper und in jeder Zelle ablaufen. Deshalb sollte man die wichtigsten „Säurebilder“ kennen: Rauchen, zu viele süße Getränke, zu viel Alkohol, zu viele tierische Fette, zu viel industriell hergestellte Speisen, zu viel Zucker und Weißbrot, Stress.
Übersäuerung kann sich durch Symptome bemerkbar machen, wie z.B. Schlappheit, Verdauungsstörungen, Müdigkeit etc.

Durchführung

Eine Fastenkur dauert eine bis vier Wochen. Man beginnt eine Fastenkur mit einer Reinigung des Darms, durch Einnahme von Glaubersalz.
Das Fastenbrechen soll mit einem vorsichtigen Kostaufbau bis zur Normalkost geschehen.

Körperliche Vorgänge

Beim Fasten schaltet der Körper auf „Sparflamme“. Der Blutdruck sinkt, der Kreislauf und das Herz werden entlastet und der Körper wird entwässert. Der Organismus greift auf seine Reserven (Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate) zurück. Die Kohlenhydratreserven liegen in der Leber und in den Muskeln und reichen für
etwa 24 Stunden. Danach werden Fettdepots und Eiweiß abgebaut. Bei diesen Stoffwechselvorgängen bilden sich Keton wie Azeton, erkennbar an einem Mund- und Körpergeruch. Bei längerem Fasten schüttet der Körper Glückshormone (Endorphine) aus, um das Ertragen des Hungers zu erleichtern. Fasten regt Studien zufolge das Immunsystem an. Alle durch die Ernährung bedingten Krankheiten können durch das Fasten positiv beeinflusst werden. Außerdem kann Fasten entzündliches Rheuma bessern.
Fasten kann man in drei Ebenen gliedern, auf die es sich auswirkt: Körper, Psyche und Gemeinschaft.

Risiken des Fasten

Gesunde Personen können bis zu 40 Tage lang fasten. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sollten nicht fasten.
Medizinische Indikationen
Inwiefern Fasten bei folgenden Krankheitsfällen sinnvoll ist, ist unter Wissenschaftlern umstritten:
Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Burn-Out-Syndrom, Asthma, Hyperlipidämie, Arterielle Hypertonie, Neurodermitis, Psoriasis, Hyperurikämie, Durchblutungsstörungen, Gelenkschmerzen, Morbus Crohn, Reizdarmsyndrom, chronische Obstipation, Pollinosis (Pollenallergie), Rheuma.

Wer darf nicht fasten? Kontraindikationen
Krebserkrankungen, zerebrale Durchblutungsstörungen, Schwangerschaft, Stillzeit, Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes mellitus Typ 1,
Unter-G
ewicht, Essstörungen, Psychiatrische Erkrankung, Tuberkulose-Patient, Chronische Dickdarmentzündungen, chronische Entzündungen, Geschwüre des Magens, frisch operierte Personen, schwere Infektionen, diese hinter sich haben, alle chronischen Virus-Leiden.

 

 


Hinweise zum Glaubersalz. Bitte beachten!

Glaubersalz = Natriumsulfat
Anwendung
Glaubersalz hat einen ausgeprägten , bitteren Geschmack und es wird als Mittel zur Darmreinigung zu Beginn von Fastenkuren verwendet. Die Wirkung tritt ca. 30 bis 90 Minuten nach der Einnahme ein.

Bei längerer Einnahme kann es zu unangenehmen Nebenwirkungen kommen, da vom Darm große Mengen Natriumionen aufgenommen werden. Sie führen zur Flüssigkeitsretention im Körper und können Ödeme oder Hypertonie auslösen.
Mögliche Reaktionen während einer Fastentherapie:
Kreislaufdysregulation, leichte Unterzuckerung, Störungen im Elektrolythaushalt, Kopfschmerzen, Migräneanfälle, Akute Lumbago, Muskelkrämpfe, Sehstörungen (vorübergehend), Flüssigkeitsretention, Schlafveränderung.
Glaubersalz darf nicht angewendet werden
wenn sie (allergisch) gegen Natriumsulfat – Decahydrat sind, bei Darmverschluss.
Sollte nicht angewendet werden
bei Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen sowie Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts.


Basen-Bäder Kontraindikationen

nicht anzuwenden bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Akute Venenentzündungen,

 

Bitte beachten!

der ausgeschriebene Kurs ein Fastenkurs für Gesunde, also ein Präventivfastenkurs ist, und kein „Heilfasten“ unter ärztlicher Leitung.
Die vertraglichen Leistungen ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung des Veranstalters.

 

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